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   Autor  Thema: Das Erklären  (Gelesen 344 mal)
Andreas
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Linux von Innen

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Das Erklären
« am: 25. März 2020, 09:41:23 »

von Dingen die mit grafischen Oberflächen zu tun haben ist nicht so einfach wie mit Dingen auf der Kommandozeile. Auf der Kommandozeile muss man nur die richtigen Worte in der richtigen Schreibweise und Reihenfolge eingeben - bei der Bedienung von grafischen Oberflächen kommen wesentlich mehr Fehlerquellen hinzu:
  • wo finde ich einen Menüpunkt
  • wo muss ich draufklicken
  • wie muss ich klicken (rechts, links, mit gehaltener Taste etc.

Daher ist zur Beschreibung und Erklärung solcher Dinge ein einfacher Text meist zu missverständlich. Hier wäre ein grafisches Tool, mit dem man Bildschirmfotos machen und dann mit Pfeilen, Kreisen, Texten etc. versehen kann sehr nützlich.

Solch ein Tool möchte ich euch empfehlen (es gibt unter Linux natürlich wieder mal viele davon). Ich verwende es aktuell auch für den "Fernunterricht" für meine Schüler. Es heißt

flameshot


Installiert wird es bei Arch-basierten Systemen mit

yay -S flameshot

Wenn es einmal gestartet ist findet ihr es unten in der Taskleiste. Die Erklärung wie man es benutzt sieht man besten in einem Tutorial:





Sehr praktisch, unschlagbar einfach und extrem nützlich  Man kann damit auch alles andere, was man irgendwie auf dem Bildschirm darstellen kann, beschriften und dokumentieren. Viel Spaß damit!

LG
Andreas
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Thorsten
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Re:Das Erklären
« Antwort #1 am: 22. Juni 2020, 09:15:45 »

Hallo und guten Morgen Andreas,

Habe mir gerade deinen Post durchgelesen. Für Screenshots öffnet sich bei mir bisher immer das Programm " SPECTACULAR"...Ist das schlechter bzw. schwieriger zu bedienen oder einzurichten? Umsteigen auf flameshot?

Gruß Thorsten
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Andreas
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Re:Das Erklären
« Antwort #2 am: 22. Juni 2020, 11:10:23 »

Vergleiche die beiden doch mal  ...

LG
Andreas
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Chris
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Re:Das Erklären
« Antwort #3 am: 22. Juni 2020, 16:13:57 »

Zitat von: Thorsten am 22. Juni 2020, 09:15:45
Für Screenshots öffnet sich bei mir bisher immer das Programm " SPECTACULAR"..
SPECTACULAR? Das Programm konnte ich nirgends finden. Meintest du "Spectacle"? 

Also vom Screenshot her, würde ich sagen, ist das stark an "Gnome Screenshot".
Für einfache Screenshots reicht das sicher aus.

Möchtest du aber mehr, zum Beispiel auf einen bestimmten Teil des Screenshots hinweisen, musst du auf andere Programme wie GIMP oder Krita ausweichen.

Flameshot bringt das direkt mit. Du kannst direkt vor Ort notwendige Anmerkungen anbringen.
Das Gleiche bietet - soweit ich das sehen kann - "Deepin Scrot". Auch wenn das Interface etwas anders aussieht.
Vorteil von Flameshot ist, es kann das Bild direkt hochladen.
Vorteil von Scrot ist, dass du Anwendungen gezielt auswählen kannst, ohne sie vorher mit dem Rechteck auszuwählen.

Am Ende musst du entscheiden, welches Programm du nutzt.

Gruß
Chris
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daggi
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Re:Das Erklären
« Antwort #4 am: 26. Juni 2020, 21:30:48 »

Hallo Andreas

Flameshot - für mich ein Hauptgewinn ....  Danke für Infos  und Tutorial ....
Bin begeistert  - wird wohl zum Nachtschicht  - Experiment  werden 
LG Daggi
« Letzte Änderung: 26. Juni 2020, 21:36:32 von daggi » Moderator benachrichtigen   Gespeichert

Wenn du immer nur das tust, was du schon kannst, wirst du immer nur das sein, was du schon bist. Versuch doch mal was Neues - und fang sofort damit an!
Andreas
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Re:Das Erklären
« Antwort #5 am: 27. Juni 2020, 04:24:02 »

Bei sehr vielen Linux-Anwendungen schließt man (meine Erfahrung) die Freundschaft erst "auf den zweiten Blick". Während unter Windows Dinge wie die Bekanntheit des Programmnamens, die Menge der Nennungen im Internet und eine moderne Schicki-Klicki-Bunti Oberfläche zu (ver)blenden wissen, steckt die wahre Leistungsfähigkeit bei sehr vielen Linux-Programmen "unter der Haube". Erst wenn man den Programmen einen Chance gegeben hat, indem man sie geduldig ausprobiert, Dinge selbst erforscht, auch Zusammenhänge im zu bearbeitenden Objekt erlernt hat (Bildbearbeitung: was ist eine Ebene? Was ist ein Farbraum? Was ist Transparenz etc. --> Gimp) werden sie zu dauerhaften Weggefährten, die einen das ganze (Computer)-Leben begleiten. Und so manche graue Maus (Konsolenbefehl...) entpuppt sich als wahres Multitalent, das Aufgaben, für die man auf der grafischen Oberfläche wahre "Klick-Akrobatiken" ausführen muss, in einem einzigen Befehl erledigt...

LG
Andreas
« Letzte Änderung: 27. Juni 2020, 07:56:09 von Andreas » Moderator benachrichtigen   Gespeichert

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Re:Das Erklären
« Antwort #6 am: 27. Juni 2020, 08:09:25 »

Moin,

Zitat von: Andreas am 27. Juni 2020, 04:24:02
[...] steckt die wahre Leistungsfähigkeit bei sehr vielen Linux-Programmen "unter der Haube". [...]
Vor einigen Jahren sollte ich für jemanden ein Programm entwickeln.
Nach einigen Wochen wollte mein Gegenüber sehen, was ich denn gemacht habe.
Ich zeigte ihm die Unmengen an Quelltext und erklärte grob, was der Quelltext macht.
Bedient wurde das Programm mit einem eher rudimentären (wenn auch grafischen) Interface.
Zu hören bekam ich dann, dass ich mehr Zeit in die grafische Seite investieren müsse - auch schon früh in der Entwicklung. Das wollen Kunden so und zeigt ihnen auch am Ehesten, dass etwas passiert.

Oder um es anders zu sagen:
Ganz viele der Anwender wollen (ver)blendet werden.

Übrigens ist mein aktuelles Tagewerk, die Entwicklung von Microservices - also kleine Server-Programme, die durch das hin- und herschicken von Text arbeiten. Grafisch ist da nicht viel (=nix).
Und manchmal ist es etwas schwierig zu erklären was denn bitte soviel Zeit bei der Entwicklung einnimmt.

Zitat von: Andreas am 27. Juni 2020, 04:24:02
Und so manche graue Maus (Konsolenbefehl...) entpuppt sich als wahres Multitalent, das Aufgaben, für die man auf der grafischen Oberfläche wahre "Klick-Akrobatiken" ausführen muss, in einem einzigen Befehl erledigt...
Das erste Programm das mir einfiel war FFmpeg. Dann Programme wie YouTube-DL. Aber auch unter Windows gibt es Programme, die ohne eine große Grafische Oberfläche auskommen, dennoch richtig mächtig sind. AviSynth z.B.

Für alle, die es nicht kennen: AviSynth ist ein "Frameserver" für Bild und Ton. Mit einer Skriptsprache kann man Videos schneiden, zusammenfügen, animieren etc.
Ich habe damit Videos bearbeitet, die 30 Minuten lang waren.

Hier ein einfaches Beispiel um ein Video zu laden und ein Fade-In sowie ein Fade-Out von je 1 Sekunde zu erreichen. Der Ton bekommt dabei ebenfalls ein Fade-In bzw. Fade-Out. Das Video hat dabei 25 FPS.
Code:
AviSource("clip.avi").FadeIn(25).FadeOut(25)

Es gab (gibt?) Bestrebungen, es nach Linux zu portieren, das scheint aber schwierig zu sein. Geistige Nachfahren wie VapourSynth (an Python angelehnt)  stellen hier bessere Alternativen dar.
Tatsächlich habe ich eine eigene Bibliothek angefangen(!), die sich in etwa so bedienen lassen würde:
Code:
func main() {
    clip, _ := y4m.FromFile("clip.y4m").FadeIn(25).FadeOut(25)
    y4m.ToFile("result.y4m")
}

Das ist aber noch recht weit entfernt.

Trotzdem kann man auch ohne GUI Video-Bearbeitung betreiben.

Gruß
Chris
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