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Thema: Aus für Custom Roms? (Gelesen 310 mal)
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Sebastian
YaBB God
    
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Aus für Custom Roms?
« am: 05. August 2025, 17:09:24 »
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Google stellt die Entwicklung seines Mobilbetriebssystems Android um, sodass nur noch fertige Versionen veröffentlicht werden. Samsung hat ebenfalls Änderungen vorgenommen: Smartphones mit One UI 8 sperren nun standardmäßig den Bootloader, was die Installation von Custom ROMs erschwert.
Diese Entwicklungen erscheinen alarmierend. Es scheint, dass die Möglichkeit, individuelle Anpassungen vorzunehmen, zunehmend eingeschränkt wird. Ich habe die Befürchtung, dass Nutzer dadurch zu einem einheitlichen System gezwungen werden und keine Abweichungen vom Standard mehr zulässig sind. Wie seht ihr das?
https://www.heise.de/news/Google-Android-Entwicklung-nicht-mehr-oeffentlich-10330834.html https://samsungmagazine.eu/de/2025/08/04/toto-je-duvod-proc-samsung-u-one-ui-8-neumoznil-odemknuti-bootladeru/
LG Sebastian
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Wo die digitale Kultur blüht, nutzen Angreifer Emotionen, Gewohnheiten und Markenbindung aus. Der Schutz beginnt nicht mit Technik, sondern mit Bewusstsein. Wer sich informiert, vorsichtig klickt und sichere Tools nutzt, kann auch unbeschwert an der Digitalkultur teilnehmen.
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Andreas
Administrator
    
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Einträge: 1536

Linux von Innen
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Re:Aus für Custom Roms?
« Antwort #1 am: 06. August 2025, 04:41:28 »
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Diese Versuche finden seit Jahrzehnten statt - sie werden nur immer ausgefeilter. Aber die Gemeinde der fähigen Programmierer und Techniker hat bislang immer eine Antwort gefunden - da bleibe ich entspannt. Zusätzlich ist hier der Hauptzweig (fertige Releases) nicht betroffen - die werden weiterhin veröffentlicht.
Aber es erhärten sich von mir schon lange bemerkte Fakten:
Auf Dauer werden sich gegen die Fernsteuerung, das Ausspitzeln und Einbinden in den Konsumwahn nur die wehren können, die Know-How angesammelt haben. Und die werden in eine rechtliche Grauzone gesperrt, damit sie ihre Kenntnisse nicht anderen zum Kauf anbieten. Die Wirtschaft hat Waffen gegen Geschäfte und Dienstleistungen - aber nicht gegen Wissen und Können zur Selbsthilfe. Die Millionen die argumentieren "...ich kann aber nicht anders..." sind durch ihr Verhalten allerdings nur selbst geschädigt, sie schädigen die, die lernen und sich anstrengen Dinge selbst zu erledigen nicht. Ganz im Gegensatz zur Klimakatastrophe, wo die Ignoranten und "ich-kann-nicht-anders" alle schädigen - auch die, die sich schon auf den Weg einer Umstellung begeben haben oder erst gar keine Schuld haben (Bewohner ärmerer Länder).
LG Andreas
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« Letzte Änderung: 06. August 2025, 08:01:21 von Andreas » |
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Wissen ist das einzige Gut, das mehr wird, wenn man es teilt - wenn es Menschen gibt, die es teilen, und es Menschen gibt, die bereit sind, dieses Geschenk auch mit eigenem Einsatz anzunehmen.
Freiheit zu erkämpfen reicht nicht. Man muss sie auch verteidigen.
Ohne IT-Kompetenz ist man heutzutage ein willkommenes Opfer und Spielball anderer, egal, welches System oder Gerät man nutzt. Nur Wissen schützt vor Schaden!
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Sebastian
YaBB God
    
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Einträge: 769

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Re:Aus für Custom Roms?
« Antwort #2 am: 06. August 2025, 10:51:55 »
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Ich hoffe, du behältst recht. Allerdings gibt es weitere Fronten, die gegen die Nutzung von Custom ROMs arbeiten. Die EU plant beispielsweise, alle Handys ohne Google-Dienste von der Nutzung der geplanten Altersverifikations-App auszuschließen. Dabei wird Menschen, die sich von US-Konzernen unabhängig machen oder sich von ihnen lösen wollen, unterstellt, dass solche Systeme potenziell unsicher seien und wahrscheinlich genutzt würden, um die Verifizierung zu umgehen.
https://tarnkappe.info/artikel/netzpolitik/eu-age-verification-app-kommt-bald-das-aus-fuer-custom-roms-318737.html
Die Wirtschaft hat Waffen gegen Geschäfte und Dienstleistungen - aber nicht gegen Wissen und Können zur Selbsthilfe.
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Naja, aber nur solange das Ganze nicht auf die politische Ebene gehoben wird. Wenn die Politik noch mitmischt, indem sie alles andere als illegal erklärt oder so stark einschränkt, dass man keinen Nutzen mehr davon hat – nach dem Motto „Frisst oder stirbt“ – was kann man dann noch tun? Was könnte man machen, wenn die Altersverifikation beispielsweise Google-Dienste voraussetzt? Soll man einfach allen Diensten, bei denen man sein Alter nachweisen muss, entsagen?
LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 06. August 2025, 10:53:19 von Sebastian » |
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Wo die digitale Kultur blüht, nutzen Angreifer Emotionen, Gewohnheiten und Markenbindung aus. Der Schutz beginnt nicht mit Technik, sondern mit Bewusstsein. Wer sich informiert, vorsichtig klickt und sichere Tools nutzt, kann auch unbeschwert an der Digitalkultur teilnehmen.
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