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Diskussions- und Newsboard der Linux Interessen Gruppe Suletuxe  |  allgemeine Kategorie  |  Allgemeine Diskussionen  |  Thema: Freiheit « zurück vorwärts »
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   Autor  Thema: Freiheit  (Gelesen 106 mal)
Nahid
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Freiheit
« am: 28. Januar 2026, 22:04:47 »

Hallo an alle, ich wage mich jetzt mal hier "in die Höhle der Linux-Löwen" mit einem Thema, das über Linux hinaus geht.
Vorweg zu mir: ich heiße Nahid und hatte vor mehreren Jahren, ich glaub 2017 rum, versucht, in der Linux-Interessen-Gruppe Fuß zu fassen. Es war mir nicht gelungen. Der Punkt war nicht - wie hier so oft beklagt - die Bequemlichkeit, sondern ich habe als überwiegend analog/natürlich lebender Mensch einfach keinen Zugang bzw. gangbaren Weg gefunden, um die Maschine/die Programme, mit deren freundlicher Unterstützung ich mich jetzt an Euch wenden kann, besser kennen zu lernen. Ohne Hilfe hätte ich meinen Laptop wahrscheinlich eher ganz still gelegt, statt von Windows auf Linux Mint umzustellen.
1. weil mir die Grundlagen fehlen
2. weil meine Schwerpunkte im Leben ganz andere sind (eher draußen, Pflanzen und Tiere)
und 3. meine Art zu leben mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist, sodaß ich auch einfach wenig Kapazitäten frei habe, mich in so ein komplexes Thema, was mir eh fremd ist, einzuarbeiten.

Dennoch finde ich nach wie vor den Linux-Ansatz absolut konsequent und richtig und freue mich für und über alle, die diesen Weg gehen.

Durch Zufall kam ich vor ein paar Tagen mit einer Bekannten auf das Thema Linux und ich erzählte ihr von der Gruppe, die es mal gab. Sie hatte Interesse und so schauten wir uns gemeinsam die Internetseite an. Dabei fiel mir auf, daß hier immer wieder der Begriff "Freiheit" auftaucht.

Damit komme ich zu dem Thema, warum ich mich bei Euch melde: Freiheit.

Ich weiß ja nicht, wie ihr die Welt so erlebt. Ich selbst habe dem "herrschenden System" schon immer sehr stark mißtraut (zu recht, wie ich finde), aber im Jahr 2020 wurde es für mich dann absolut irre und es wird meiner Beobachtung nach immer schlimmer.

Wenn es so weiter geht, wird Freiheit bald Geschichte sein.

Daher habe ich beschlossen, daß ich aktiv werden möchte bzw. muß.
Eine Mitstreiterin habe ich schon gefunden und Ideen gibt es auch bereits.

Und nun möchte mal in diese Runde fragen:
Gibt es hier welche, die sich intensiver mit Themen wie flächendeckende 5G Mikrowellentechnologie, digitale ID, digitales Geld/Bargeldabschaffung, Überwachungstechnologien (um uns, an uns und auch IN uns) usw. beschäftigen und ebenfalls Interesse an Vernetzung (und evtl. Öffentlichkeitsarbeit) hätten?
(Falls es dazu schon Forumsbeiträge gab, bitte ich um Entschuldigung, ich habe natürlich nicht alles lesen können).

Würde mich über Rückmeldungen sehr freuen.

Viele Grüße von Nahid


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Andreas
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Re:Freiheit
« Antwort #1 am: 29. Januar 2026, 09:16:03 »

Hallo Nahid,

leider ist es so: ohne, dass man sich mit einer Thematik beschäftigt, wird man auch nicht schlau / besser im Umgang mit ihr. Das gilt für ALLE Bereiche.

Ich lese in deinem Post drei Begriffe: "2020, Überwachung IN uns und 5G-Technologie", Bei 2020 fallen mir sofort die Aluhut-Verschwörungstheorien rund um Corona ein. Diese völlige Verkennung der Lage, die damals stattgefunden hat. Leute, die geleugnet haben, dass in NY die Kühlwagen für die Leichen nicht mehr gereicht haben. Es gab niemals Tote usw. Und beim Thema "5G" fallen mir die ganzen Verschwörungsthemen dazu ein. Ich habe als Physiker und Funkamateur weiß Gott genug Sach- und Fachkenntnisse, auch grenzenüberschreitend, um dieses Thema auch ohne externe Hilfe beurteilen zu können.

Ich habe schon seit meiner Jugend diesem kapitalorientierten Wirtschaftssystem kein Vertrauen entgegengebracht. Die Ziele "Wachstum" und "Profit" sind falsch. Durch die Macht des Kapitals mischt sich immer mehr Lobbyarbeit in die Politik aller Parteien. Der Mensch scheint so gebaut zu sein, leider. Das passt mir auch nicht, hat aber nicht zu einem völligen Misstrauen gegen "die da oben" geführt. Um es mit einem Zitat aus "Krieg der Sterne" zu beantworten: "Das ist die dunkle Seite der Macht"...

Durch die Social Medias ist es heutzutage für jeden Flachdenker ein leichtes, noch so abstruse Gedanken in der Welt zu verbreiten. Die Geschichte hat gezeigt: treffen sie auf unzufriedene Menschen und bieten einfache Antworten, dann ziehen sie. Egal, ob sie stimmen oder nicht. Das ist kein deutsches Problem, es ist ein menschliches.

Dort, wo durch die Unzufriedenheit nationale und nationalsozialistische Ideen in die Politik fließen, wo neue Autokraten entstehen, da geht die Freiheit den Bach runter. Aber sie geht auch dort den Bach runter, wo DURCH DIE FREIHEIT Verschwörungstheorien eine Bühne gegeben wird.

Ich engagiere mich z.B. sehr für einen schnellen und nachhaltigen Klimaschutz. Dass wir endlich einsehen, dass die fossilen Energieträger der falsche Weg waren, auch wenn sie uns erst zu unserem Stand gebracht haben, den wir heute haben. Aber zum Leben gehört auch die Einsicht, dass man (auch man selbst) Fehler gemacht hat, und eben auch dass man daraus lernen kann und will. Nur stehen auch hier jede Menge Falschinformation und Verschwörungskram im Weg...

Ich bin ein Gegner von flächendeckender Überwachung (deswegen nutze ich ja auch Linux und habe mich im Laufe der Jahrzehnte in die Zusammenhänge eingearbeitet) und lehne Palantir ab. Wo ich kann, erhebe ich meine Stimme gegen diese Sachen.

Vielleicht liege ich ja falsch, aber mir drängt sich beim Lesen deines Posts der Eindruck auf, dass Du einigen Verschwörungstheorien zum Opfer gefallen bist. Gründe, dass einem das passiert, sind mannigfaltig. Du kannst ja nochmal was zu den Themen
2020
5G-Technologie
Überwachungstechnik IN uns
schreiben - vielleicht liege ich ja auch falsch. Ich stelle nur fest: wenn man unbedacht und ohne Wissenshintergrund im Internet rumschaut, dann fallen einem 10 Fakes auf einen Fakt auf. Die Fakes sind meist leicht zu verstehen, leuchten auf den ersten Eindruck ein, es gibt viele Likes dazu. Der eine Fakt dagegen steht meist recht einsam da. Mit seitenlangen wissenschaftlichen Untermauerungen versehen, ist er den meisten schon viel zu aufwändig um ihn zu lesen - folglich gibt es dort kaum Likes. Niemand hat die Lust (ist vielleicht auch zu bequem??), die Zeit und sieht für sich keinen Sinn, sich mit den Hintergründen zu beschäftigen. Daher sind die Gebäude vieler Menschen, besonders derer, die sich in Social Medias aufhalten, auf Sand gebaut.

Auch die Thematik "Freiheit" setzt, wenn man sich sach- und fachgerecht mit ihr beschäftigen will, eine enorme Menge an Know-How und Zeit voraus, was man haben / aufbringen muss. Wie bei Linux. Ohne diese Investitionen wird man das Ziel einer möglichst faktenbasierten Beurteilung nicht erreichen. Man kann sich auch darin einarbeiten - sicher. Ich habe dies parallel zu meiner Beschäftigung mit Elektronik, Astronomie, Quantentheorie, Linux, Wirtschaftssysteme und gesellschaftliche Organisationsmöglichkeiten, Religionen usw. getan und beschäftige mich täglich mit all diesen Dingen. Und natürlich fällt mir dabei auf, wie schnell und stark unsere Gesellschaft schon verdummt ist und weiter verdummt, wie sehr die Menschen anfällig sind für Verschwörungstheorien, und wie sie sich immer mehr von dem abwenden, was uns unser heutiges Leben erst ermöglicht hat: der Wissenschaft...

LG
Andreas
« Letzte Änderung: 29. Januar 2026, 10:01:34 von Andreas » Gespeichert

Wissen ist das einzige Gut, das mehr wird, wenn man es teilt - wenn es Menschen gibt, die es teilen, und es Menschen gibt, die bereit sind, dieses Geschenk auch mit eigenem Einsatz anzunehmen.


Freiheit zu erkämpfen reicht nicht. Man muss sie auch verteidigen.


Ohne IT-Kompetenz ist man heutzutage ein willkommenes Opfer und Spielball anderer, egal, welches System oder Gerät man nutzt. Nur Wissen schützt vor Schaden!
Nahid
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Re:Freiheit
« Antwort #2 am: 29. Januar 2026, 14:30:55 »

Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort.

Bei mir ist es so, daß ich echtes Interesse an einem Dialog mit gegenseitiger Achtung und Interesse an den Ansichten des Gegenübers habe, egal, wie andersartig oder abwegig mir dessen Meinung zunächst einmal erscheinen mag. Wenn dieses Gegenüber sich selbst Gedanken macht (und nicht einfach etwas nachplappert) finde ich es wert, erst einmal zuzuhören, auch wenn das nicht immer leicht ist.
Daher werde ich selbstverständlich auch Deinen Text noch ein paar Mal lesen.

Leider sehe ich mich jedoch mit so vielen Unterstellungen, Mutmaßungen und auch noch Belehrungen  Deinerseits konfrontiert, daß ich das erstmal sacken lassen und drüber nachdenken möchte, wie eine sinnvolle Antwort aussehen könnte. Kann ein paar Tage dauern.

Ich frage mich allerdings schon: ist das jetzt die normale Art des Umgangs mit einander geworden? Hättest Du mir all das auch in einem persönlichem Gespräch so gesagt oder ist es die Distanz durch die Schriftform, die das möglich macht?

Wie auch immer, ich finde es irgendwie ziemlich kraß...

Mit sehr nachdenklichen Grüßen
Nahid


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Andreas
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Re:Freiheit
« Antwort #3 am: 29. Januar 2026, 15:53:30 »

So habe ich schon immer - auch im direkten persönlichen Gespräch - gesprochen. Ich habe im Laufe meines Lebens sehr viel Erfahrungen gesammelt und bin schon von Kindheit an sehr für Offenheit und Direktheit.
Ich habe allerdings nichts unterstellt oder vorverurteilt - ich habe vermutet. Etwas zu vermuten und es als solches klar zu kennzeichnen sehe ich als eine Grundlage von Kommunikation, einem konstruktiven kontroversen Gespräch. Erkennen kannst Du das an dieser Äußerung von mir:
Zitat:
Vielleicht liege ich ja falsch
Damit ist doch klar, dass ich das lediglich vermute (und hoffe, ein Dementi zu bekommen)...

Und auch hier kommt wieder eine Vermutung von mir (basierend auf der Erfahrung aus hunderten vergleichbaren Diskussionen):

Wenn die Dinge, die ich geschrieben habe, absolut nicht zutreffen, dann kamen sehr schnell Antworten der Art: "Hier liegst Du völlig falsch... Du hast hier etwas missverstanden... Das ist anders rübergekommen als ich es gemeint habe".  Ich vermute (mal wieder), dass ich mit meinen Vermutungen vielleicht doch nicht so falsch gelegen habe (das "ertappt" - Verhalten)... Kann aber nach wie vor auch sein, dass ich völlig falsch liege. Nur kann ich das nicht beurteilen, da Du Dich noch nicht klärend dazu geäußert hast.

"Jedem Gespräch offen gegenüberzustehen, egal wie andersartig die Ansichten des Gegenübers sind" - das habe ich gemacht, bevor es das Internet, genauer gesagt die Social Medias gegeben hat. Mit dem Auftreten genau des letzten haben sich die Verschwörungstheorien exponentiell vermehrt und tun das immer noch - unaufhaltsam. Nach meiner Erfahrung ist es nicht möglich, hier mit zuhören, reden und Argumenten weiterzukommen, weil das Gegenüber Argumenten gegenüber nicht aufgeschlossen ist. Es fühlt sich in seiner Informationsblase viel zu wohl, um sie anzuzweifeln oder gar zu verlassen. In der Zeit, in der eine Irrmeinung logish und argumentativ widerlegt ist, können zehn neue solcher Irrmeinungen und Ansichten aufgestellt werden. Sich damit zu befassen ist dann, leider, reine Zeitverschwendung.

Liege ich denn völlig falsch? Siehst Du Gefahren von 5G ausgehen? Oder hältst Du Corona für einen Fake, die Gefährlichkeit wurde übertrieben,  meinst, die negativen Auswirkungen der  Impfungen waren größer als der Nutzen? Gibt es deiner Ansicht nach Implantate, die wir ohne deren Funktion zu kennen in uns tragen, die uns verfolgbar, auswertbar, transparent machen?

LG
Andreas
« Letzte Änderung: 29. Januar 2026, 16:53:16 von Andreas » Gespeichert

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